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Leistungen > Tragwerksplanung
Optimierungsmöglichkeiten für die Planung:
Optimierungsmöglichkeiten für Bauwerke aller Art sind aus statischer Sicht vielfältig möglich. Die Ansatzpunkte lassen sich unter folgende Punkte fassen:
Völlig gegen diese Grundsätze geht die leider vielfach vorzufindende Arbeitsweise, dass man zuerst einen Planer einschaltet, der irgendwelche Grundrisse und Bauwerke plant. Dann werden die ersten Einheiten verkauft und vertraglich gebunden. Dann erst schaltet man die Fachplaner ein. Dann ist bereits nur noch Schadensbegrenzung möglich. Es gehört aber auch etwas Stehvermögen seitens des Statikers dazu, dem Architekten klar zu machen, dass sein so künstlerischer Entwurf nichts taugt und statisch völlig daneben ist. Nicht jeder Planer hat diese Kritikfähigkeit und die wenigsten Statiker dieses Auftreten.
Da viele Statiker im Anhang des Architekten sind, d.h. der Architekt ihr eigentlicher Auftragsbeschaffer ist, hüten sie sich, irgend etwas kritisches zu äußern. Im blinden Vertrauen auf den Architekten wird dann der Statiker nach Gusto des Architekten eingeschaltet und die teils völlig verkorkste Planung wird ohne Rücksicht auf Kosten durchgesetzt.
Aus meiner Praxis sind mir viele derartiger Projekte bekannt. Es gelang mir nicht nur einmal, ein Vielfaches meines Honorars durch Umplanung und Optimierung einzusparen. Nach meinem Dafürhalten sind bei den meisten Objekten und Projekten durch Optimierung in der Statik etwa 10% einzusparen. Sofern teure Gründungsverfahren gegeben sind, kann das auch höher sein.
Doch, auch das muss erwähnt werden, wer hat Interesse an einer Kostenreduktion? Der Architekt verdient gut an der Koppelung der Honorare an den Baukosten, der Statiker hängt häufig auch an diesen Baukosten. Kritik würde ihn um seine einträglichen Geschäftsbeziehungen zum Architekten bringen. Die zuständigen Beamten und Angestellten in den Bauämtern haben von der Kosteneinsparung auch keinen besonderen Bonus. Der private Bauherr würde davon profitieren, jedoch weiß er davon nichts und, wenn man ihm diese Optionen eröffnen würde, fehlt ihm die Kompetenz diese Einsparungen wirklich zu bewerten. Er kann häufig nicht abschätzen, ob eine billigere Konstruktion gleichwertig ist. Genau diese Koppelung ist der Grund, warum häufig bei Generalunternehmern Kosten eingespart werden können, da dort die Vorteile einer Optimierung wirklich realisiert werden.
Viel vorteilhafter wäre es, wenn man bei Planungen aller Art über eine externe Beratung diese Optimierungen von den beteiligten Planern einfordern würde. Die externe Beratung ist mit einem festen Honorar abgedeckt. Die damit erzielbaren Kosteneinsparungen würden dieses Honorar mehr als gegenrechnen.
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