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Tragwerksplanung
Tragwerksplanung bedeutet wesentlich mehr als der landläufig verwendete
Begriff "Statik" ausdrückt. Statik nennt man die Berechnungsblätter,
die "statischen Nachweise", die Tragwerksplanung umfasst hingegen die
Berechnungen als auch die ausgearbeiteten Pläne für Bewehrung, Holzbau,
Gründung, Stahlbau. Es gehören hier auch Nachweis und Zeichnungen für
Montage, Bauzustände, Sicherungskonstruktionen und vieles andere hinzu.
Zudem ist Tragwerksplanung nicht auf reine statische Aspekte zu reduzieren.
Der Tragwerksplaner bestimmt die Dauerhaftigkeit der Bauteile (Betondeckungen,
Betonarten, Beanspruchungen), die Nutzbarkeit (Schwingungsanfälligkeit,
Durchbiegung, Belastbarkeit), die Ästhetik der Konstruktion (gute System sehen
meist auch gut aus, Statik kann Architektur sein!) und ganz wesentlich die
Baukosten. Es steckt sehr viel Fachwissen, Kenntnisse unterschiedlichster
Konstruktionen, verschiedenster Baustoffe usw. in der Tragwerksplanung.
Objekte ohne versierten Tragwerksplaner zu bauen, Tragwerksplaner erst spät
in die Planung zu integrieren oder gar deren Planungstiefe durch zu knappe
Honorare auf ein Minimum zu beschränken ist daher weder vorteilhaft noch
wirtschaftlich.
Ihre Vorteile
 | jedes Bauwerk muss statisch nachgewiesen sein - Bauen ohne Statik ist
strafbar und kann entsprechende Folgen nach sich ziehen |
 | gute Entwürfe und Konstruktionen bringen oft große Kosteneinsparungen |
 | viele Baumängel sind auf fehlende oder unzulängliche Tragwerksplanung
(beispielsweise nur Elementdeckenstatik als einzige vorhandene statische
Berechnung des Objekts) zurück zu führen |
 | der wirtschaftliche Schaden statischer Mängel beträgt das Vielfache der
Kosten für eine Planung |
Leistungen
- Tragwerksplanung - Gründungsberatung
- Gründungen in schwierigem Baugrund sind teuer. Mängel in der
Gründung noch teurer. Gerade daher sind hier in dem Bereich Gründung
enorm viel Potentiale für Einsparungen, Innovationen, gute Konzepte
möglich. Dies gilt auch für Konzeptionen für
Wasserdichtigkeit.
- Tragwerksplanung im normalen Hochbaubereich
- Der normale Hochbaubereich umfasst Bauwerke in Stahlbeton, Mauerwerk
und Stahl. Jedoch sind auch hier enorme Möglichkeiten in der
Konstruktion gegeben. Statt Betondecken sind Stahltrapezblechdecken
vielfach wirtschaftlich einsetzbar, Fertigteildecken in
verschiedensten Varianten bis 9m möglich, Stahlverbundkonstruktionen
sind auch in vielen Bereichen sehr wirtschaftlich.
- Tragwerksplanung im Denkmalschutz
- Als Tragwerksplaner im Denkmalschutzbereich zu arbeiten, ist nebst
der meist kritischen Bauwerkszustände, der Anforderungen seitens der
Bauherrn (günstig) und des Denkmalschutzes (Erhaltung des Bestands)
sehr heikel. Sie erfordert einen Tragwerksplaner, der innovativ aber
auch pragmatisch die Dinge angehen muss. Er kann hier nicht einfach
Normen aufschlagen, sondern muss die Systeme, die Belastungen, die
Verbindungen, das Wissen der früheren Generationen, neue Erkenntisse
der Forschung, all dass sinnvoll einbeziehen, um eine angemessen
Lösung zu erzielen. Meist muss er sogar eine Vielzahl von Lösungen
präsentieren, da man einfach nicht allen Wünschen gerecht werden
kann und die Entscheidung andere fällen.
- Tragwerksplanung im Holzbau
- Holzbau ist meist kein konventioneller Hochbau. Holzhäuser sind
völlig anders konzipiert als Massivkonstruktionen. Auch treten in
Holz vielfältige Verbindungen aus Stahl und anderen Baustoffen auf.
Man kann Dickholzkonstruktionen, Funierschichtholz, verleimte,
vernagelte, verdübelte oder nur verzahnte Konstruktionen wählen. Der
Holzbau ist vielfältig und ermöglicht eine sehr interessante
Architektur.
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