Ingenieurbüro für Bauwesen  Dipl.-Ing. (FH) Martin Hufnagel

Tragwerksplanung

 

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Tragwerksplanung

Tragwerksplanung bedeutet wesentlich mehr als der landläufig verwendete Begriff "Statik" ausdrückt. Statik nennt man die Berechnungsblätter, die "statischen Nachweise", die Tragwerksplanung umfasst hingegen die Berechnungen als auch die ausgearbeiteten Pläne für Bewehrung, Holzbau, Gründung, Stahlbau. Es gehören hier auch Nachweis und Zeichnungen für Montage, Bauzustände, Sicherungskonstruktionen und vieles andere hinzu.

Zudem ist Tragwerksplanung nicht auf reine statische Aspekte zu reduzieren. Der Tragwerksplaner bestimmt die Dauerhaftigkeit der Bauteile (Betondeckungen, Betonarten, Beanspruchungen), die Nutzbarkeit (Schwingungsanfälligkeit, Durchbiegung, Belastbarkeit), die Ästhetik der Konstruktion (gute System sehen meist auch gut aus, Statik kann Architektur sein!) und ganz wesentlich die Baukosten. Es steckt sehr viel Fachwissen, Kenntnisse unterschiedlichster Konstruktionen, verschiedenster Baustoffe usw. in der Tragwerksplanung. 

Objekte ohne versierten Tragwerksplaner zu bauen, Tragwerksplaner erst spät in die Planung zu integrieren oder gar deren Planungstiefe durch zu knappe Honorare auf ein Minimum zu beschränken ist daher weder vorteilhaft noch wirtschaftlich.

Ihre Vorteile

jedes Bauwerk muss statisch nachgewiesen sein - Bauen ohne Statik ist strafbar und kann entsprechende Folgen nach sich ziehen
gute Entwürfe und Konstruktionen bringen oft große Kosteneinsparungen
viele Baumängel sind auf fehlende oder unzulängliche Tragwerksplanung (beispielsweise nur Elementdeckenstatik als einzige vorhandene statische Berechnung des Objekts) zurück zu führen
der wirtschaftliche Schaden statischer Mängel beträgt das Vielfache der Kosten für eine Planung

Leistungen

Tragwerksplanung - Gründungsberatung
Gründungen in schwierigem Baugrund sind teuer. Mängel in der Gründung noch teurer. Gerade daher sind hier in dem Bereich Gründung enorm viel Potentiale für Einsparungen, Innovationen, gute Konzepte möglich. Dies gilt auch für Konzeptionen für Wasserdichtigkeit. 
Tragwerksplanung im normalen Hochbaubereich
Der normale Hochbaubereich umfasst Bauwerke in Stahlbeton, Mauerwerk und Stahl. Jedoch sind auch hier enorme Möglichkeiten in der Konstruktion gegeben. Statt Betondecken sind Stahltrapezblechdecken vielfach wirtschaftlich einsetzbar, Fertigteildecken in verschiedensten Varianten bis 9m möglich, Stahlverbundkonstruktionen sind auch in vielen Bereichen sehr wirtschaftlich. 
Tragwerksplanung im Denkmalschutz
Als Tragwerksplaner im Denkmalschutzbereich zu arbeiten, ist nebst der meist kritischen Bauwerkszustände, der Anforderungen seitens der Bauherrn (günstig) und des Denkmalschutzes (Erhaltung des Bestands) sehr heikel. Sie erfordert einen Tragwerksplaner, der innovativ aber auch pragmatisch die Dinge angehen muss. Er kann hier nicht einfach Normen aufschlagen, sondern muss die Systeme, die Belastungen, die Verbindungen, das Wissen der früheren Generationen, neue Erkenntisse der Forschung, all dass sinnvoll einbeziehen, um eine angemessen Lösung zu erzielen. Meist muss er sogar eine Vielzahl von Lösungen präsentieren, da man einfach nicht allen Wünschen gerecht werden kann und die Entscheidung andere fällen. 
Tragwerksplanung im Holzbau
Holzbau ist meist kein konventioneller Hochbau. Holzhäuser sind völlig anders konzipiert als Massivkonstruktionen. Auch treten in Holz vielfältige Verbindungen aus Stahl und anderen Baustoffen auf. Man kann Dickholzkonstruktionen, Funierschichtholz, verleimte, vernagelte, verdübelte oder nur verzahnte Konstruktionen wählen. Der Holzbau ist vielfältig und ermöglicht eine sehr interessante Architektur.